Aktuelles

Von Treppen und anderen Hindernissen, die den Gang zur Wahl (fast) unmöglich machen

Wie ist es eigentlich um die Barrierefreiheit der Wahllokale bestellt? Wir überprüf(t)en die Wahllokale auf Barrierefreiheit!

Momentan hat der SoVD auf allen Ebenen echt viel zu tun gehabt! Die Demo in Hannover war ein echter Erfolg und wir haben gezeigt, dass es uns in Sachen Kampf für die Barrierefreiheit allerorten sehr ernst ist, sehr ernst! 

Dort fügten sich die Schilder (siehe Bild von der Kundgebung) zu einem Schilderwald für die Inklusion!
Doch dieses Schild kann so mancher Wähler mit einer Behinderung oder Mobilitätseinschränkung auch hochhalten - viel zu oft! Traurig aber es ist so.

Viel Gedankenlosigkeit der Verantwortlichen lassen die Wähler mit Einschränkungen der Mobilität vor unüberwindbaren Hindernissen im Regen stehen. Insbesondere Treppen wie diese im Bild sind keine Seltenheit. Aber es ist nicht alles schlecht. Es gibt auch viele gute Beispiele, wie eine flache Rampe in Grünenplan oder frisch behindertengerecht umgebaute Dorfgemeinschaftshäuser wie das in Ammensen (Foto). Leider sind solche Treppen wie auf dem zweiten Foto keine Seltenheit.  

Wir unterstützen die Kampagne "Ich bin nicht behindert. Ich ...werde behindert!"

Mit einer Kundgebung auf dem hannoverschen Kröpcke haben der Sozialverband SoVD und das Forum Artikel 30 ihre gemeinsame Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich ...werde behindert!“ gestartet.

Damit protestieren sie gegen Überlegungen aus der Politik, die Inklusion in Niedersachsen auf die lange Bank zu schieben oder sogar zurück zu drehen. Im Internet unter www.ich-werde-behindert.de wurde zeitgleich die Mitmach-Aktion freigeschaltet.


Wir waren dabei, denn die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung macht vor Kreisgrenzen keinen Halt. Auch wir hier in Stadt und Kreis Holzminden sind unbequem und treten für diese Menschen ein!

Endlich: Nun sind wir wirklich sichtbar!

Lange hat's gedauert, doch nun sind Schriftzüge und Logos im SoVD-Rot angebracht. Unsere Geschäftsstelle in der Karlstraße 26 in Holzminden ist nun noch leichter zu finden.


Es freuen sich das SoVD-Team - Beratungszentrum und Kreisvorstand. Im Bild v.l.n.r. Susanne Gill, Gudrun Antemann, vorn Anja Arnemann, mit dem 1. Kreisvorsitzenden Detlef Schomburg (rechts)

SoVD-Sternfahrt nach Hannover mit Kundgebung zum 5. Mai: Sozialverband testete wieder Barrierefreiheit beim Bahnfahren

Wir waren dabei! Sternfahrt nach Hannover. Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung.
Wir fuhren 9.58 ab Holzminden. Der Unterschied Bahnsteigkante/Einstieg: 40 Zentimeter! Eine mächtige Hürde, um einen Rollator hochzuwuchten. Und für die Rollstuhlfahrer? Auch mit Rampe ein Wagnis für Rollifahrer, da ein viel zu steiler Auffahrwinkel zu bewältigen ist.
In Kreiensen haben sich nach dem Umbau viele Verbesserungen ergeben, in Alfeld ebenso. Nur auf der Rückfahrt war die Zeit zum Umsteigen sehr, sehr knapp. Hier fordern wir: endlich wieder her mit dem zweiten Gleis! Dann kann die NordWestBahn ein paar Minuten warten, ohne das der Fahrplan durcheinandergerät.

In Hannover dann um 11.55 Uhr die Kundgebung am Kröpcke. SoVD-Mitglieder aus ganz Niedersachsen versammelten sich zu diesem Protest.Eine große Niedersachsen-Karte auf der Bühne mit eingezeichneten Landkreisen war voll gelber und rot-gelber Kleber. Diese brachten die teilnehmenden Kreisverbände an, um zu zeigen, wie behindertengerecht das Fahren mit Bus und Bahn ist. Gelb-Rot für die Fahrt Holzminden-Hannover. 

Es gab nur wenige grüne Smileys. Das sagt: Es gibt nicht nur in bei uns viel zu tun! Verflixt viel!

Wir werden Stadt und Landkreis Holzminden ein steter kritischer Begleiter bei der Umsetzung des Nahverkehrsplans und dem (hoffentlich bald) anstehenden barrierefreien Umbau des Bahnhofsgeländes sein. 

Wir bleiben dran...

Unser Sozialverband SoVD ist das soziale Gewissen der Gesellschaft

Hochkarätige Gäste beim Jubiläum des Sozialverbandes SoVD in Delligsen
70 Jahre Einsatz für soziale Gerechtigkeit gewürdigt

Wieder einmal volles Haus beim SoVD-Ortsverband in Delligsen. Diesmal galt es, das 70jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Und das war gelungen. SoVD-Vorsitzender Matthias Seyler konnte über 100 Mitglieder und Gäste im Delligser Festsaal begrüßen.

In seiner Ansprache blickte er auf die sieben Jahrzehnte des Verbandes zurück. Von den schweren Zeiten, die bei der Gründung herrschten nur kurz nach dem furchtbaren Krieg und die Aufgabe, die vielen Kriegsversehrten und Kriegerwitwen zu unterstützen bis hin zu den heutigen Anforderungen an den Verband: dem Kampf für die Rechte der Mitglieder bei Rente, Schwerbehinderung, Krankheit, Pflege. Die Aufgabe heute sei aber auch die Pflege des Zusammenhalts in der Verbandsgemeinschaft. Aus diesem Grund gebe es seit fast fünf Jahren das Begegnungs- und Infocenter, so Seyler.

„Unser Sozialverband SoVD ist das soziale Gewissen  der Gesellschaft“. Mit dieser Feststellung begann die 2. Landesvorsitzende des Verbandes, Edda Schliepack, ihr Grußwort. „Dies seit 100 Jahren im Land Niedersachsen und in ganz Deutschland. 100 Jahre sind aber kein Schlusspunkt unter eine Erfolgsgeschichte, wir machen nur ein Komma und kämpfen weiter“ so Schliepack weiter und stellte einige familienpolitische Forderungen des Verbandes vor, denn sie sei zugleich auch Bundesfrauensprecherin des Verbandes. So fordert der Verband in Ganztagsschulen ein kostenfreies Mittagessen und viel mehr kostenfreie Freizeitangebote für Kinder, insbesondere in den Ferien „um nur einige zu nennen“.

Kreisvorsitzender Detlef Schomburg beschrieb den Ortsverband als den Aktivsten im Kreis. Dies sei dem hohen Engagement des Vorstands zu verdanken und auch das Info-Center sei zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Mitglieder und Bürger geworden. Hierfür gebühre dem Vorsitzenden Seyler ein besonderer Dank. Ein schönes „Phänomen“ gäbe es in Delligsen. Dort wo andere Ortsverbände Schwierigkeiten haben, einen Bus vollzubekommen, heißt es bei den Fahrten oft „nur noch Warteliste“, dies sei ein großer Erfolg, für den dem 2. Vorsitzenden Helmut Bertram Dank gebühre. Erfolgreich gelungen sei auch die Integration der Mitglieder aus Grünenplan, die sich gut aufgehoben fühlen.

Bürgermeister Dirk Knackstedt hob die Wichtigkeit des Verbandes für das Vereinsleben im Ort hervor, aber den Einsatz für die Bürger. Denn der Umgang mit Behörden falle vielen Menschen sehr schwer und die Kompliziertheit des Sozialrechts mit seinen vielen unverständlichen Begriffen sei für den Bürger nicht zu verstehen.

Sabine Tippelt, Landtagsabgeordnete, Delligser Bürgerin und bekennendes SoVD-Mitglied betonte ihre langjährige Verbundenheit mit dem Verband von Kindesbeinen an und lobte die politischen Aktivitäten des SoVD. So habe sie sich sehr gefreut, dass die diesjährige Protestveranstaltung des Kreisverbandes zum „Equal Pay Day“ wieder in Delligsen war.

Der Bundestagsabgeordnete Michael Vietz bezeichnete die Lobbyarbeit des Verbandes auf Bundesebene als sehr wichtig. „Der SoVD schmerzt manchmal. Denn da wo die Politik eine Lücke lässt, grätscht der Verband dazwischen und das ist auch gut so“. Er bedauerte, dass Gerechtigkeit jedem Einzelnen gegenüber schwierig in einem Gesetz zu regeln sei. Da könne die Beratung des Verbandes einiges bewirken.

Festredner war Staatssekretär Jörg Röhmann vom Niedersächsischen Sozialministerium. Mit der Feststellung, dass das Staatsversagen im und nach dem Ersten Weltkrieg zu der Gründung des damaligen Reichsbundes geführt habe, begann ein sehr interessanter und aber auch ernster Vortrag. Damals wie heute sei der Verband oft Vorbild für die staatlichen Entscheidungsträger. Was wäre, wenn sich der Reichsbund nicht so schnell zum Sozialverband gewandelt hätte, fragte er und gab auch gleich die Antwort: „Uns würde ein kritischer Begleiter fehlen“.

Ein kritischer Begleiter sei wichtig, es gäbe viel zu tun. So sei die Armut in unserem Land ein Armutszeugnis, wo es doch so viele Reiche gibt. Jedes sechste Kind sei in Niedersachsen von Armut betroffen. Hier zeigte er das Spannungsverhältnis von Bundes- und Landespolitik auf. Er prangerte an, dass die Verwaltung der Jobcenter bundesweit viel zu teuer sei. Gelder der Solidargemeinschaft würden statt für Integration von Arbeitslosen für die Verwaltung ausgegeben. Das Land buttert in jedem Jahr 20 Millionen dazu, damit alles nicht noch krasser wird – obwohl dies keine Aufgabe des Landes ist.

Er forderte eine ausreichende Krankenhausversorgung auf dem Lande aufrechtzuerhalten. Auf seiner Fahrt habe er Wegweiser nach Einbeck, Alfeld und Gronau gesehen, diese Krankenhäuser müssen unbedingt weiter vorgehalten werden – jedoch kann das Land nicht das ganze Angebot finanzieren und im Falle eines Schlaganfalles müsse die Fahrt schnell nach Seesen oder Hildesheim gehen. Den Ärztemangel auf dem Land kenne er aus eigener Erfahrung, denn wohne im Kreis Wolfenbüttel. Das Land muss die hausärztliche Versorgung stützen, jedoch hat das Land hier eher nur „stumpfe Waffen“. Das Land setzt auf Gesundheitszentren und Gemeinschaftspraxen auf dem Land „wo dann ein Augenarzt alle 14 Tage eine Sprechstunde hat“ – aber eben vor Ort. Denn der ÖPNV mit Bus und Bahn sei ja ein anderes Problem auf dem Land. Mit einem flammenden Appell beendete Röhmann seinen Festvortrag: „Bleiben Sie jung, bleiben Sie frech! Denn sonst gibt es noch mehr Ungerechtigkeit“. 

Maikundgebung in Holzminden – wir waren dabei

SoVD und Gewerkschaften? Aber ja. Den Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit haben sich beide Organisationen auf ihre Fahnen geschrieben und beide haben ziemlich gleiche Positionen: Der Kampf gegen die Befristungen bei Arbeitsverhältnissen, die Forderung nach Nachbesserungen bei dem erst kürzlich verkündeten Lohngleichheitsgesetz und eine gerechte Rente, die zum Leben reichen muss, ohne dass Betroffene auch im Alter zu Dauerkunden beim Sozialamt verdammt sind.

Der Hauptredner, Ronald Schminke, Landtagsabgeordneter, Gewerkschafter und auch bekennendes SoVD-Mitglied prangerte viele Missstände und vor allem viele Missverhältnisse an, insbesondere die ungerechte Bezahlung von Arbeitnehmern und Managern und das maßlose Geldverdienen ohne Arbeitsleistung.
Auf der Kundgebung im letzten Jahr hatte unser Vorstandskollege Hermann Schlieker in seiner Rede das Umsichgreifen einer spürbaren sozialen Kälte angeprangert. Das ist leider immer noch aktuell, wie bei der Rede von Ronald Schminke deutlich wurde. Es gibt noch viel zu tun für Verband und Gewerkschaften!

Zum zweiten Mal waren wir mit einem Stand bei der Kundgebung vertreten. Es ergaben sich viele interessante Gespräche. Auch einige Politiker fanden den Weg.

Im Bild zu sehen: Ronald Schminke, Detlef Schomburg, Bundestagskandidat Johannes Schraps, MdL Sabine Tippelt und Hermann Schlieker

Equal Pay Day in Delligsen

Was bietet das neue Gesetz zur Lohngerechtigkeit?

Frauen des SoVD fordern: Endlich das uneingeschränkte Recht für die gleiche Bezahlung für Frau und Mann!

„Noch einmal und mit Nachdruck fordern wir die gleiche Bezahlung für Frauen und Männer“, so war es kürzlich laut und deutlich auf der diesjährigen Protestaktion zum Equal Pay Day in Delligsen zu hören. Statistisch gesehen müssen viele Frauen noch immer bis weit in den März des nächsten Jahres hinein nacharbeiten, um auf das Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Zum zweiten Mal hatte der Kreisverband seine zentrale Aktion im Delligser Einkaufszentrum durchgeführt und an die Passantinnen und Passanten markante rote Taschen mit der aufgedruckten Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Die Farbe Rot steht dabei für die Ungerechtigkeit, die beseitigt werden muss. Dazu gab es auch noch eine rote Sonnenbrille, die trotz Sonnenscheins drauf aufmerksam machen soll, dass es hier noch einiges zu tun gibt.

Und bereits zum zehnten Mal hatte der Sozialverband SoVD wieder Bundesweit mit diesen Aktionen die Politik aufgefordert, diese Ungerechtigkeit endlich abzustellen. „Wir hoffen, dass es das letzte Mal sein wird“ sagt die Initiatorin Renate Effenberger. Sie ist Sprecherin der Frauen im SoVD-Kreisverband Holzminden und damit Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Verbandes.

„Aber wir wissen es nicht genau“ so Effenberger weiter. Denn der Bundestag habe jetzt gerade das vom SoVD vielfach geforderte Lohngleichheitsgesetz verabschiedet. Doch durch das monatelange Tauziehen sei dies verwässert worden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Recht auf Auskunft darüber, was die anderen verdienen, die die gleiche Arbeit machen – allerdings nur in größeren Betrieben. Doch das weitaus größere Manko dieses Gesetzes: Es gibt dadurch kein automatisches Recht auf gleiche Bezahlung. Ihren Anspruch auf Gerechtigkeit muss jede Frau selbst einfordern. „Das kann es nicht sein“, sagt Effenberger und fordert Nachbesserungen. Nur ein bisschen mehr Licht zu schaffen reiche nicht.

Also kein Happy End für die Lohngerechtigkeit in Sicht? Man wird sehen. Der SoVD wird dranbleiben. Dann sieht man sich wohl im nächsten Jahr wieder, wenn sich das Gesetz als unzureichend erweist – zur Protestaktion für die gerechte Entlohnung für die gleiche Arbeit.

Das Team des Frauenhauses in Hameln erhält Unterstützung vom SoVD

Frauen-Power pur! Das Team des Frauenhauses in Hameln erhält Unterstützung vom SoVD


Für Frauen in Not da zu sein, ist keine leichte Aufgabe. Bewundernswert, was das Team des Frauenhauses in Hameln so leistet.
Doch das Frauenhaus hat es hart getroffen, Ende des Jahres steht ein Umzug an. Die Stadt Hameln, die das Gebäude zur Verfügung gestellt hatte, wird dies einer anderen Nutzung zuführen. Ein Umzug kostet Geld, Geld für neue Gardinen, Geld für andere Möbel und vieles mehr.

Darum, aber auch, um die engagierte Arbeit dieser wichtigen Einrichtung zu unterstützen, hatte Renate Effenberger, Sprecherin der Frauen im SoVD-Kreisverband Holzminden, eine Sammelaktion in den 21 Ortsverbänden gestartet, die nun mit der Übergabe des zusammengetragenen Geldes an das Team endete. 650 Euro kamen zusammen, die nun für den Umzug dieser Einrichtung Verwendung finden.

Doch warum das Frauenhaus in Hameln? „Im Kreis Holzminden gibt es kein Frauenhaus“, weiß Renate Effenberger zu berichten, „da gibt es noch viel zu tun“ und appelliert an die Politiker, dass sie dies jetzt nach der Kommunalwahl anpacken sollen.

Der SoVD wird laut Effenberger in Zukunft eng mit den Holzmindener Organisationen BISS und Kinderschutzbund zusammenarbeiten. Gespräche darüber habe sie vor einiger Zeit schon geführt.

Nun freuen sich Anke Eichler, Katrin Meister, Heidi Schaper, Joanna Bugowska, Martina Grosse und Sina Friedrich über die Spende, die Ihnen ein wenig Bewegungsfreiheit verschafft. Denn Geld sei immer knapp, weiß Frau Meister zu berichten, denn die Vielzahl der Aufgaben, und die Vielzahl der hilfesuchenden Frauen lassen eben eingegangene finanzielle Mittel schnell dahinschmelzen. Es sei bewundernswert, was das Team des Frauenhauses leistet, stellt Renate Effenberger fest und weist nochmal auf ihren Appell hin, dass für die Arbeit mehr Geld zur Verfügung gestellt werden müsse.

Denn die Frauenhäuser platzen aus allen Nähten und es sei eine Katastrophe für eine Frau in Not, wenn sie und ihre Kinder aus Platzgründen abgewiesen werden müssen. „Das kann und darf doch nicht sein in unserem Land, wo es so viele Millionäre gibt“ stellen die Frauen übereinstimmend fest.

Also: Zeit für ein Frauenhaus im Kreis Holzminden? Mit Sicherheit! Wenn da bloß nicht die leeren Kassen wären…

Aber wir arbeiten dran!

Aktion Bodenzeitung

Mal richtig Dampf ablassen…

Das konnten die Bürgerinnen und Bürger auf unserer Bodenzeitung. Und sie haben es getan! Wo? In der Oberen Straße in Holzminden mitten in der Fußgängerzone. An einem schönen sonnigen Tag.
Wir fragten kurz vor der Kommunalwahl: „Was wünschen Sie sich von der Politik, von den Politikern in Kreis, Stadt und Samtgemeinde?“
Ausgebreitet war Zeitungspapier, gut 50 Meter lang, ausgerollt den Gehweg entlang. Schon beim Ausrollen erregten wir Aufmerksamkeit. Was da wohl passiert? Wir hatten eine Riesen-Resonanz. Zweieinhalb Stunden sprachen wir mit den Bürgern, hörten uns Wünsche und Nöte an und schrieben die Wünsche auf die Bodenzeitung. Das Bild zeigt rechts den 1. Kreisvorsitzenden Detlef Schomburg im Einsatz

Auf Platz eins der Forderungen der Bürger: Macht endlich Schluss mit der ewigen Schuldiskussion und handelt endlich! Aber auch die Forderungen nach mehr Handeln, weniger Diskussion insgesamt wurden laut und auch mehr Ehrlichkeit gefordert. Aber auch die Angst vor der Altersarmut durch sinkende Renten und die Beseitigung der Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente wurden genannt, dies geht allerdings an die Bundespolitiker, macht den Bürgern aber große Sorgen. Der Schuh drückt vielen auch beim Thema Sicherheit. So fühlen sich viele Bürger gerade in den Abendstunden nicht sicher auf den Straßen und fordern eine höhere Präsenz der Ordnungskräfte. 

Die auf den langen Metern niedergeschriebenen Forderungen werden wir dann dem neugewählten Kreistag und dem Stadtrat übergeben.
Wir sind und wir bleiben ein kritischer Beobachter und Begleiter der Politik. 



"Her mit dem Zebrastreifen..."

"Her mit dem Zebrastreifen..."

titelte der Tägliche Anzeiger über unsere gemeinsame Aktion mit der Lebenshilfe. Tagtäglich müssen Scharen von Kindern vom Heilpädagogischen Zentrum der Lebenshilfe zum Bewegungszentrum BuTZ und wieder zurück die Rennstrecke Nordstraße queren. Eine große Herausforderung und Riesenverantwortung für die Betreuerinnen. Jeden Tag! Auch die Anwohner und die Menschen mit Behinderung, die in den benachbarten Harz-Weser-Werkstätten arbeiten und auch die Bewohner des Wohnheims Goldene Aue überqueren hier die Nordstraße. 

Schon lange ist der Zebrastreifen beschlossene Sache. Aber dann wanderte wohl alles in die unterste Schublade. Aber da hat ein Fototermin mit der Zeitung nun Abhilfe geschaffen. Das Bauamt reagierte prompt! Geht doch! Ein schöner Erfolg. In der Zwischenzeit haben uns viele positive Rückmeldungen erreicht. Danke dafür! 

Nun bleibt das Warten, bis der Zebrastreifen dann Wirklichkeit geworden ist und Kinder, Betreuer und Eltern endlich zur Ruhe kommen können. 

WIR BLEIBEN DRAN!

Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt besucht SoVD Kreisverband Holzminden

SoVD-Kreisverband erstes Ziel auf der Sommerreise der Holzmindener Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt

Die Vorstandsmannschaft freute sich: Der SoVD stand ganz oben auf der Besuchsliste der Abgeordneten. Kein Zufall. Der Verband sei eine wichtige Organisation beim Ringen um mehr soziale Gerechtigkeit, so Tippelt. Das der Kreisverband sich politisch einmischt, sei sehr wichtig. 

Viele Gemeinsamkeiten wurden festgestellt, aber der Verband legte ihr auch viele Dinge ans Herz, die bewältigt werden müssen: Der dringend erforderliche barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Holzminden, die Erstellung eines für alle verbindlichen Mietspiegels und der große Mangel an Kurzzeit-Pflegeplätzen. 

Sabine Tippelt nutzt dabei die Gelegenheit, das Landesprogramm „Daheim statt Heim“ vorzustellen. „Es gibt n der Region Holzminden viel zu wenig neue Wohnformen. Wir haben fast nur Seniorenheime“, so Tippelt. Ein gutes Vorbild für neue Wohnformen in diesem Zusammenhang die Demenz-WG in Polle. Dieses Programm wurde von SoVD-Seite ausdrücklich begrüßt. 

Als bedenklich sehen alle Teilnehmer den Rückgang der Anzahl der Pflegekräfte an, die um fast ein Viertel in den vergangenen Jahren zurückgegangen sei. Das bedeutet eine massive Mehrbelastungen und Zumutungen für die übrigen Beschäftigten bei einer ziemlich schlechten Bezahlung. „Hier werde ich mich auf Landesebene weiter dafür einsetzten diese Zustände zu verbessern“, so Tippelt. 

Brennendes Thema vor allem für die SoVD-Frauensprecherin Renate Effenberger war das Thema  Frauenhäuser. Sie warf die Frage auf, warum es im Kreis Holzminden kein solches gibt. Sie forderte, dass hier unbedingt mehr getan werden müsse, denn Gewalt gegen Frauen ist auch im Landkreis Holzminden ein Thema, das bisher unterschätzt wurde. Darin stimme sie mit Frau Effenberger unbedingt überein, so Sabine Tippelt.

„Ich halte den SoVD für eine überaus wichtige Einrichtung. Allein schon deshalb wäre mir ein regelmäßiger Austausch überaus wichtig“, so die SPD- Landtagsabgeordnete zum Abschluss der Gespräche. 

Schöne Stunden am Steinhuder Meer mit interessanten Gesprächen

Wieder einmal mussten einige Leute vertröstet werden, aber an einen Bus kann man nun mal keine Sitzplätze anbauen. So begab sich ein bis auf den letzten Platz besetzter Bus auf die Fahrt ins Blaue. Ans blaue Meer sozusagen – eben ans Steinhuder Meer. Dieses präsentierte sich aber eher grau und etwas aufgewühlt, denn es war ein eher bedeckter Tag aber ohne Regen.

Eine bunt gemischte Truppe genoss einen trotzdem schönen Tag: So nahmen wieder Mitglieder und Freunde des SoVD aus allen Teilen der Hilsmulde teil, dazu kamen vom Ortsverband Mainzholzen das Vorstandsmitglied Wilfried Anton und seine Frau Bärbel sowie Kreisvorstandsmitglied Hermann Schlieker, ebenfalls aus Mainzholzen.

Dieser hatte für zwei besondere Gäste gesorgt, die sich beim Aufenthalt in Steinhude dazugesellten und von Helmut Bertram besonders begrüßt wurden: Ingelore Sudmeier und Udo Eisberg, Vorstandsmitglieder des mit dem Kreisverband Holzminden befreundeten Kreisverband Nienburg. Klar, dass sich beim gemeinsamen Mittagessen interessante Gespräche ergaben, denn Ingelore Sudmeier und Udo Eisberg sind ja auch noch in ihrem Ortsverband tätig.

Gemeinsam sind wir stark hieß es, aber der Austausch von Meinungen und vor allem Erfahrungen sind wichtig. Denn so können alle von der Gemeinsamkeit profitieren „Wie macht ihr dies? Wir haben das so gemacht“, da können alle nur gewinnen und das ist gut so.
Die Vorsitzende Ingelore Sudmeier hat familiäre Beziehungen nach Grünenplan, wo eine Tante wohnt. Sie sei schon beim Vorbeifahren auf das Informations- und Begegnungscenter neugierig geworden und habe sich gefragt, was wohl dahinterstecke, sagte sie. Nun ist sie bestens informiert und freut sich schon riesig auf einen Besuch: „Das ist jetzt nicht nur ein Pflichtprogramm, wenn ich vorbeischaue!“ sagte sie. „Jetzt ist bei uns Bickbeerzeit. Schaut doch mal vorbei“ lud sie Sie alle ein.

Wenn das nicht der Beginn einer Freundschaft ist… 
Übrigens Bickbeeren kennen wir als Heidelbeeren.

Wohl bekomm’s!

Text Hermann Schlieker

Equal Pay Day 2016

Am 19. März 2016 10:00 Uhr, dem Equal Pay Day 2016

wird der SoVD Kreisverband Holzminden in Zusammenarbeit mit dem OV Delligsen eine Info-Stand vor dem REWE-Markt in Delligsen

zu dem Thema

Berufe mit Zukunft. Was ist meine Arbeit wert? stellen.

Es geht dabei um die Aufwertung der typischen Frauenberufe, die in jüngster Zeit durch die Streikaktionen in z.B. Kindertagesstätten ins öffentliche Bewusstsein gerückt wurden.

Die schlechte Bezahlung in pflegenden uind erziehenden Berufszweigen ist einer der Hintergründe für die nach wie vor bestehende Lücke zwischen weiblichen und männlichen Gehältern.

Kreisfrauensprecherin Renate Effenberger informiert

Gleiches Geld für gleiche Leistung.